Ein Girokonto ist für das alltägliche Leben unverzichtbar geworden: Egal ob Rechnungen bezahlen oder Einkäufe tätigen – die elektronische Zahlung ist zum Standard geworden. Viele Verbraucher zahlen aus Bequemlichkeit viel zu hohe Gebühren für ihr Konto- Dabei bieten viele Banken Girokonten kostenlos an . Kunden müssen aber darauf achten, ob das Gratis Girokonto nicht an Bedingungen geknüpft ist. Viele kostenlose Angebote haben nämlich einen Haken.

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Vergleich durchführen und wechseln – und Neukundenprämie erhalten

Girokonto

Viele Direktbanken bieten Konto kostenlos an Besonders wer kein Problem damit hat, seine Bankgeschäfte online zu tätigen, kann zwischen vielen Anbietern für ein kostenloses Konto auswählen. Oft gibt es auch noch eine kostenfreie Kreditkarte obendrauf, mit der der Kunde kostenlos Geld abheben kann – mit diesem Trick können Kunden von Direktbanken überall in Deutschland Bargeld abheben, obwohl diese kein eigenes netz an Geldautomaten besitzen.

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Durch den Verzicht auf Filialen sind die Direktbanken in aller Regel günstiger oder eben kostenlos. Zudem gibt es sogar Zinsen auf das Guthaben oder eine Wechselprämie für Neukunden. Wie die Focus Money berichtet, sollten Verbraucher aber genauestens darauf achten ob die kostenfreie Bereitstellung des Girokontos an Bedingungen geknüpft ist.

Test beweist

Nicht jedes als gratis beworbene Konto ist es auch So fanden die Finanzexperten heraus, dass ein von der Commerzbank als kostenlos beworbenes Girokonto im Extremfall bis zu 148,70 Euro im Jahr anfallen. Was der Anbieter im Kleingedruckten versteckt: Mindestens 1200 Euro müssen jeden Monat eingehen, sonst werden rund 10 Euro an Gebühren fällig – das ist weitaus mehr als der Durchschnitt.

Netbank, DAB & Co

Wie Direktbanken funktionieren Glücklicherweise bietet eine große Anzahl von Anbieter Konten noch kostenlos an. Zu einem Großteil handelt es sich um Direktbanken, die kein eigenes Filialnetz haben. Beratung und Kontoführung erfolgen telefonisch, online oder auch per App am Smartphone. Kunden müssen Ihre Identität zunächst per Postident-Verfahren nachweisen – hierzu sind ein Wohnsitz in Deutschland sowie ein gültiger Lichtbildausweis nötig.

Die bekanntesten Online Anbieter

Zu den bekanntesten Direktbanken in Deutschland, die ein kostenloses Girokonto ohne Mindestgeldeingang anbieten gehören:

  • Comdirect
  • ING DiBA
  • Cortal Consors
  • DAB Bank
  • DKB
  • Netbank

Kunden fürchten Nachteile wegen Sicherheit – zu Unrecht Viele Verbraucher machen sich Sorgen um die Sicherheit bei Online-Banken: Generell ist die Überweisung per Webseite oder auch per App sehr sicher. Wer allerdings eine MobileTan nutz, sollte Vorsicht walten lassen: Denn Smartphones können - wie Computer auch – gehackt werden. Daher sollte die TAN nicht auf dem gleichen Gerät empfangen werden, dass zum Überweisen genutzt wird.

Gratiskonto bei Filialbank eröffnen

Für wen persönliche Beratung vor Ort ein wichtiges Thema ist und wer mit SMS, TAN & Co. eher wenig anfangen kann, für den sind Direktbanken daher keine Alternative. Doch auch hier lassen sich Anbieter finden, die ein Girokonto kostenfrei oder sehr günstig bereit stellen. Wer einen regelmäßigen Geldeingang vorweisen kann, kann zwischen sehr vielen kostenlosen Konten wählen.

 – Gratis Konto, Hohe Dispozinsen

So bietet beispielsweise die Postbank mit dem Konto „Giroplus“ ein Konto mit kostenloser EC-Karte und Kreditkarte bei einem Geldeingang von mindestens 1000 Euro und mehr. Kostenloses Geldabheben ist damit an 11.000 Geldautomaten der Cash-Group möglich. Der Dispozinsen fallen allerdings mit 11,95 Prozent über dem Durchschnitt und fallen damit recht hoch aus

Hypovereinsbank – Testsieger von Focus Money

Die HypoVereinsbank stellt ein entsprechendes Konto bei einem durchschnittlichen Guthaben von 1.500 Euro pro Quartal an. Die Münchener konnten im Girokonto Vergleich des Wirtschaftsmagazins „Euro“ in den Jahren 2010 – 2013 stets den ersten Platz mit der Testnote „Sehr gut“ belegen. Auch Focus Money empfiehlt das Kreditinstitut als „Beste Multi-Kanal-Bank“

Ab 40 Euro lohnt der Wechsel

Verbraucherschützer raten dringend dazu, die Konditionen, Bedingungen sowie AGB des jeweiligen Kreditinstitutes zu studieren. Denn auch auf ein ersten Blick kostenloses Konto kann im Endeffekt teuer werden, wenn hohe Zusatzkosten entstehen. Ab 40 Euro (Direktbank) bzw. 80 Euro (Filialbank) Kosten pro Jahr raten die Tester der Stiftung Warentest, einen Wechsel in Betracht zu ziehen.

Santander lockt mit Gutschriften

Ein interessantes Angebot macht ihren Kunden die Santander Bank, wie ntv im August 2014 berichtet. Demnach bekommen Kunden des Kreditinstitutes einen Bonus bei regelmäßigem Gehaltseingang, Lastschriften, bargeldlosem Bezahlen und anderem Zahlungsverkehr sogar über 100 Euro Bonus pro Jahr. Damit ist die Prämie vergleichsweise hoch – allerdings bezweifeln Experten, dass das Angebot lange Bestand haben wird, da die Bestimmungen geändert werdemn dürfen, so lange dies zwei Monate vorher mitgeteilt wird.

Neukundenbonus sollte nicht der Hauptgrund sein, zu wechseln

Die Wechselprämien die häufig für Neukunden angeboten werden, sollten laut den Experten dabei nicht der Grund für den Wechsel sein. Wichtiger sei es, dass keine überhöhten Gebühren für Zusatzleistungen verlangt würden. Denn nicht nur für die Kontoführung berechnen die Kreditinstitute Gebühren. Neben EC- und Kreditkarte müssen Kunden auch häufig für andere Leistungen zahlen. Einige Beispiele finden sich in der folgenden Liste:

Für welche Leistungen Gebühren anfallen können

  • Bei jeder Transaktion, z. B. Überweisungen
  •  Daueraufträge
  •  Kartensperrung und Ersatzkarte
  •  Gebühren für TAN-Block, Mobiles TAN Verfahren oder TAN-Generator
  •  Dispozinsen und Überziehungszinsen

Gerichtsurteil: Kontoauszüge dürfen nichts kosten

Achtung! Wer seine Kontoauszüge nicht regelmäßig abruft, dem stellen die Banken diese oft per Post zu und berechnen dafür zusätzliche Gebühren. Zu Unrecht, wie die Landgerichte in mehreren Urteilen immer wieder bestätigt haben. (U. a. Landgericht Frankfurt am Main, Aktenzeichen:
sowie Landgericht Dortmund, AZ: 8 O 361/09).

Bundesgerichtshof: Welche Zusatzgebühren verboten sind

Zudem hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Kunden für die Geldabhebung am Schalter keine Zusatzkosten zahlen dürfen (AZ: XI ZR 217/95). Auch für Lastschriften, die nicht eingelöst werden können, kassieren die Banken gerne ab. Dabei dürfen nur die tatsächlichen Kosten in Rechnung gestellt werden – und das in einer maximalen Höhe von 3 Euro.

Finanztest – Checkliste für Verbraucher

Verbraucher, die einen Wechsel erwägen sollten sich laut Finanztest folgende Fragen stellen:

  • Wie viel lässt sich durch einen Wechsel sparen?
  • Kann ich die Bedingungen erfüllen, die zur kostenlosen Nutzung des Kontos nötig sind?
  • Brauche ich eine Filiale oder kann ich alles per Online-Banking erledigen?
  • Wie hoch ist der Zins für einen Dispositionskredit?

Auch die Kreditkarte ist oft kostenlos

Ein wichtiger und oft übersehener Punkt ist das System für bargeldloses Zahlen. Immer mehr Kreditinstitute setzen auf das System V-Pay des Anbieters Visa, da dieses sicherer sein soll. Allerdings wird dieses nur in Europa, und hier auch nicht in allen Ländern akzeptiert. Wer viel unterwegs ist, braucht eine Maestro-Karte. Im Hinblick auf die Kreditkarte spielt der Anbieter wiederum keine Rolle: Visa- oder Mastercard sind beide weltweit verbreitet und akzeptiert.

So können Sie das Girokonto kündigen

Verbraucher, die das Eröffnung eines neuen Kontos erwägen, weil Ihnen die Kontoführungsgebühren zu hoch sind, werden sich sicherlich erst einmal fragen: Wie kann ich mein Girokonto kündigen? Das ist zum Glück ganz einfach. Einen entsprechenden Musterbrief „Konto kündigen“ stellen die Verbraucherzentralen auf ihren Internetseiten bereit. Auch die Daueraufträge und Einzugsermächtigungen ist nicht schwer – wenn es auch ein bisschen Zeit dauern mag, es lohnt sich schlussendlich.

Welche Fristen einzuhalten sind

Nach § 675h BGB kann jeder Verbraucher das Girokonto kündigen ohne dabei eine Frist ein einhalten zu müssen. Es kann allerdings vorher eine Kündigungsfrist von bis zu einem Monat vereinbart werden. Die Bank allerdings hat sich ihrerseits an eine Frist von mindestens 2 Monaten halten, ein solches Kündigungsrecht muss im Girovertrag festgeschrieben sein. Guthabenkonten dürfen von den Sparkassen erst gar nicht gekündigt werden.

Verbraucherschützer warnen vor hohen Dispozinsen

„Knietief im Dispo“ lautet der Titel eines Liedes der deutschen Band Fehlfarben – viele Deutsche wird das bekannt vorkommen. Wie die Rheinische Post in ihrer Online-Ausgabe berichtet, ist bereits jeder fünfte Deutsche in den roten Zahlen. Was man landläufig als Dispo bezeichnet, ist ein Kredit die die Kreditinstitute ihren Kunden einräumen und die vertraglich festgesetzt ist. Laut Informationen der Finanzberatung FHM werde das Limit um 207 Euro überschritten.

Stiftung Warentest fordert mehr Transparenz

Die Stiftung Warentest beklagt hier seit Jahren mangelnde Transparenz. Bei Kontoüberziehungen, das heißt einer geduldeten Überziehung des Kontos über den erlaubten Rahmen hinaus werden zudem Zuschläge von bis zu 5,5 Prozent erhoben. Wer den von der Bank vorgegebenen Rahmen ausnutzt oder gar überschreitet, sollte daher besonders genau auf diese Konditionen schauen. Die Kosten hierfür sind nämlich sehr unterschiedlich, im Juli 2014 lagen sie im Durchschnitt bei 10 Prozent.

PSD Bank bietet besten Dispositionskredit

Grund genug für die FHM Finanzberatung, die Angebote der Banken und Sparkassen zu untersuchen. Die Experten widmeten sich dabei der Frage: Wo gibt es den günstigsten Dispositionskredit? Berücksichtigt wurden sowohl Angebote von Online- als auch von Filialbanken.
Dabei konnte vor allem die PSD Genossenschaftsbank gute Ergebnisse erzielen.

FHM Dispozinsen Ranking

Filiale Online
Platz 01 PSD Bank Rhein Neckar Saar – 7,14 Prozent Deutsche Skatbank – 4,90 Prozent
Platz 02 PSD Bank Köln, 7,60 prozent PSD Berlin Brandenb. – 6,65 Prozent
Platz 03 PSD Bank Kiel, 7,82 Prozent PSD Westfalen Lippe – 7,00 Prozent
Platz 04 Santander bank – 7,89 Prozent PSD Rhein Neckar Saar – 7,14 Prozent
Platz 05 Postbank – 9,30 Prozent Volksbank Göppingen – 7,45 Prozent

Girokonto 2015

Das Girokonto zu wechseln ist nicht schwer – und wer für das Konto viele Gebühren zahlt, der kann aus einem großen Angebot an Gratis Girokonto auswählen. Doch nicht überall wo kostenlos draufsteht, ist auch kostenlos drin. Kunden sollten Konditionen und Bedingungen daher gründlich überprüfen und sich nicht nur auf Werbeversprechen der Banken verlassen. Wer dies tut wird keine Schwierigkeiten haben, ein 100 Prozent kostenloses Girokonto zu finden.

Quellen: